Nach der Bereitstellung

Dedicated Server verbinden:
Zugangsdaten im Kundenportal

Linux-Systeme werden per SSH, Windows Server per RDP verwaltet.

Diese Anleitung erklärt, wie die Verbindung nach der Bereitstellung hergestellt wird. Reale Adressen, Benutzernamen und Passwörter werden hier nicht angezeigt.

Vor dem Verbindungsaufbau

Drei Zugangsdaten in den Maschinendetails prüfen

Nach der Bereitstellung im Kundenportal anmelden und die Detailseite der entsprechenden Maschine öffnen. Dort stehen Verbindungsadresse, Benutzername und initiales Passwort. Eine Bestellung allein bedeutet nicht, dass die Zugangsdaten bereits vorliegen. Maßgeblich sind Status und Angaben in den Maschinendetails.

Werden mehrere Maschinen über dasselbe Konto verwaltet, zuerst die Maschine und das installierte Betriebssystem prüfen und dann die dazugehörigen Zugangsdaten verwenden. Die Verbindungsadresse lässt sich nicht aus der Bestellnummer ableiten, und der Benutzername sollte nicht anhand üblicher Systemkonventionen geraten werden. Adresse, Benutzername und Passwort müssen zur selben Maschine gehören.

  • Verbindungsadresse: Zieladresse für SSH- oder Remote-Desktop-Clients.
  • Benutzername: Wie in den Maschinendetails angegeben eingeben; Groß- und Kleinschreibung beachten.
  • Initiales Passwort: Nur in vertrauenswürdigen Clients verwenden und nicht öffentlich dokumentieren.

Rechts ist nur die Position der Felder dargestellt; die Werte sind leer. Die tatsächlichen Angaben stehen nach dem Login im Kundenportal und lassen sich nicht aus dieser Abbildung entnehmen.

Maschinendetails · Verbindungsdaten

Verbindungsadresse
Benutzername
Initiales Passwort
Darstellung der Feldpositionen ohne Zugangsdaten. Für Benutzername und initiales Passwort werden keine Beispielwerte vorgegeben.

Vor der SSH-Verbindung prüfen

  1. 01Ziel auswählen

    Die in den Maschinendetails angegebene Verbindungsadresse verwenden. Bei mehreren IPv4-Adressen die erste auswählen.

  2. 02Konto eingeben

    Benutzernamen und initiales Passwort der jeweiligen Maschine verwenden, keinen allgemeinen Benutzernamen.

  3. 03Zugang absichern

    Passwort ändern oder Schlüssel einrichten. Erst die neue Anmeldemethode testen, dann Zugriffsregeln anpassen.

SSH-Verwaltung für Linux, FreeBSD und Proxmox VE-Hosts.

Linux / FreeBSD / Proxmox VE

Erste Anmeldung per SSH

Im lokalen SSH-Client die im Kundenportal angegebene Adresse und den Benutzernamen eintragen. Anschließend das initiale Passwort gemäß Aufforderung des Clients eingeben. Ist in den Maschinendetails ein Verbindungsport angegeben, diesen verwenden und nicht auf einen vorausgefüllten Wert im Client vertrauen.

Beim ersten Verbindungsaufbau kann eine Bestätigung der Host-Identität erforderlich sein. Die Zielmaschine prüfen und eine Warnung nicht einfach ignorieren, wenn die Adresse unbekannt ist oder sich die Identität unerwartet geändert hat. Bei der Passworteingabe werden Zeichen möglicherweise nicht angezeigt. Fehlende Rückmeldung bedeutet nicht automatisch, dass die Eingabe fehlgeschlagen ist.

Nach der Anmeldung zuerst das initiale Passwort ändern oder entsprechend den Verwaltungsrichtlinien die Anmeldung per Schlüssel einrichten. Den privaten Schlüssel sicher aufbewahren und nur den öffentlichen Schlüssel auf dem Server hinterlegen. Anschließend eine zweite Verbindung öffnen und den Schlüssel testen, bevor die bestehende Sitzung geschlossen oder die Authentifizierungsrichtlinie geändert wird.

Firewall-Zugriffe entsprechend dem tatsächlichen Bedarf freigeben. Nach Änderungen an SSH-Listener, Authentifizierung oder eingehenden Regeln die aktuelle Sitzung offen lassen und die neue Verbindung testen. Die alte Sitzung und den bisherigen Zugriffsweg nicht schließen, bevor die neue Verbindung bestätigt ist.

Bei Proxmox VE sind Host-Anmeldung und VM-Anmeldung getrennte Verwaltungsbereiche. Die Zugangsdaten in diesem Abschnitt gelten für den Dedicated Server. Konten und Zugriffseinstellungen der VMs müssen bei deren Bereitstellung separat eingerichtet werden.

Windows Server

Per RDP mit dem Remotedesktop verbinden

Den lokalen Remotedesktop-Client öffnen, die im Kundenportal angegebene Verbindungsadresse als Ziel eintragen und sich mit Benutzername und initialem Passwort aus den Maschinendetails derselben Maschine anmelden. Sind im Client Zugangsdaten anderer Maschinen gespeichert, den Benutzername erneut prüfen, damit nicht versehentlich alte Daten übernommen werden.

Bei Zertifikats- oder Identitätsmeldungen zuerst prüfen, ob Zieladresse und Maschine zusammengehören. Auch bei Maschinen mit mehreren hinzugebuchten IPv4-Adressen dient die erste Adresse in der Liste als RDP-Ziel. Für die erste Anmeldung keine andere Adresse aufgrund einer vermuteten Verwendung auswählen.

Nach der ersten Anmeldung das Administratorpasswort ändern und Berechtigungen für den Fernzugriff sowie Firewall-Regeln prüfen. Nach der Passwortänderung auch die lokal gespeicherten Zugangsdaten im Client aktualisieren. Eine weiterhin angezeigte Desktop-Sitzung bestätigt nicht, dass die neuen Zugangsdaten erfolgreich getestet wurden.

Die Sprache von Windows Server entspricht der bei der Bestellung gewählten Option: Englisch, traditionelles Chinesisch oder vereinfachtes Chinesisch. Die Sprache der lokalen Remotedesktop-Oberfläche ändert nicht automatisch die Systemsprache des Servers. Bei der Passworteingabe auch Tastaturlayout und Feststelltaste beachten.

Installation von Anwendungssoftware, Kontoberechtigungen und Datensicherungen werden im System selbst verwaltet. Eine erfolgreiche Verbindung stellt lediglich den Verwaltungszugang her; sie bedeutet nicht, dass Anwendungsdienste, zusätzliche Adressen oder Sicherungsrichtlinien bereits eingerichtet sind.

RDP-Eingaben

Zieladresse
Erste IPv4-Adresse in der Adressliste des Kundenportals
Anmeldekonto
Benutzername aus den Details der jeweiligen Maschine
Anmeldepasswort
Bei der ersten Anmeldung das initiale Passwort verwenden, danach das neue Passwort
Systemsprache
Englisch / traditionelles Chinesisch / vereinfachtes Chinesisch, entsprechend der Auswahl bei der Bestellung
Darstellung der Eingabefelder ohne Standardkonto, Standardport oder Beispielpasswort.

Reihenfolge der Adressen

Mehrere IPv4-Adressen: erste Adresse für die erste Anmeldung

Jede Maschine umfasst standardmäßig eine dedizierte IPv4-Adresse. Nach dem Hinzufügen weiterer Adressen ist für SSH und RDP die erste Adresse in der Liste des Kundenportals als Verbindungsziel zu verwenden.

Erste IPv4-Adresse: Host-Verwaltung

Die Reihenfolge der Adressen in der Liste des Kundenportals prüfen und die erste Adresse im Verbindungsclient eintragen. Weder der Zahlenwert der Adresse noch die Reihenfolge der Anwendungszuweisung oder lokal gespeicherte Einträge bestimmen, welche Adresse die erste ist.

Bei einer Supportanfrage zu Verbindungsproblemen hilft die Angabe, ob die erste Adresse der Liste verwendet wurde. So lässt sich eine Host-Verbindung von Problemen mit der Konfiguration zusätzlicher Adressen unterscheiden.

Weitere IPv4-Adressen: im System konfigurieren

Zusätzliche Adressen lassen sich nach dem Login je nach Bedarf im System oder in einer VM konfigurieren. Mit der Bereitstellung einer zusätzlichen Adresse sind Anwendungs-Listener, Bridge, Routing und Firewall noch nicht automatisch entsprechend eingerichtet.

Ist eine VM-Adresse nicht erreichbar, Host-Verbindung und VM-Netzwerk getrennt prüfen. Die Verwaltungsadresse des Dedicated Servers nicht durch eine VM-Adresse ersetzen.

Vor Änderungen an der Netzwerkkonfiguration die bisherigen Adressen und Regeln dokumentieren. Danach den Host-Verwaltungszugang und den Anwendungszugriff getrennt testen. Die Erreichbarkeit einer einzelnen Website reicht nicht aus, um eine funktionierende Fernverwaltung zu bestätigen.

Grenzen bei Verbindungsproblemen

SSH und RDP für die tägliche Verwaltung

Fehler in der Netzwerkkonfiguration können dazu führen, dass die übliche Remote-Anmeldung fehlschlägt. Im Kundenportal steht als Notfallzugang außerdem eine browserbasierte grafische Sitzung zur Verfügung. Ob sie für die jeweilige Maschine verfügbar ist, geht aus den Maschinendetails hervor. Für die tägliche Verwaltung weiterhin SSH und RDP verwenden.

Nach der Wiederherstellung des Zugriffs die Systemkonfiguration prüfen, die den Verbindungsabbruch verursacht hat, und die reguläre Verbindung erneut testen. Der Notfallzugang ersetzt weder die sichere Aufbewahrung von Zugangsdaten noch die Prüfung von Netzwerkänderungen oder Datensicherungen. Er ist auch kein Nachweis dafür, dass Anwendungsdienste wieder funktionieren.

Problem zuerst eingrenzen

Ein Client, der das Ziel nicht erreicht, fehlgeschlagene Kontoauthentifizierung und nicht verfügbare Anwendungen nach der Anmeldung sind unterschiedliche Probleme. Festhalten, an welchem Schritt der Fehler auftritt, und gezielt danach suchen, statt wiederholt unbeteiligte Einstellungen zu ändern.

Maschinenstatus und Verbindungsdaten richten sich nach den Angaben im Kundenportal. Solange keine gültigen Verbindungsdaten vorliegen, weder Adressen erraten noch allgemeine Passwörter ausprobieren.

Angaben für Supportanfragen

Bei Verbindungsproblemen Maschine und Fehlermeldung angeben

Technische Probleme über das Kundenportal nach dem Login als Supportanfrage einreichen. Maschinenstatus und Abrechnungsdaten sind ebenfalls dort einsehbar. Vor der Fehlersuche die aktuelle Maschine und die zugehörige Bestellung prüfen.

  1. 01Maschine und Betriebssystem

    Die betroffene Maschine oder Bestellung und das installierte Betriebssystem angeben. Bei mehreren Maschinen jede einzeln beschreiben und Adressen sowie Fehlermeldungen unterschiedlicher Maschinen nicht in einem Abschnitt vermischen.

  2. 02Verbindungsart

    Angeben, ob SSH oder RDP verwendet wird, welcher Client zum Einsatz kommt und ob die erste IPv4-Adresse aus der Liste im Kundenportal genutzt wird. Ergänzend kann angegeben werden, ob dasselbe Problem in anderen Netzwerkumgebungen auftritt.

  3. 03Vollständige Fehlermeldung

    Fehlertext und Schritte bis zum Auftreten des Problems festhalten. Zwischen Zeitüberschreitung, abgelehnter Verbindung und fehlgeschlagener Authentifizierung unterscheiden. Auf Screenshots Passwörter, private Schlüssel und nicht relevante sensible Angaben unkenntlich machen.

  4. 04Kürzliche Änderungen

    Angeben, ob vor Auftreten des Problems Passwörter, Netzwerk-, Firewall- oder Remote-Diensteinstellungen geändert wurden. Bereits durchgeführte Prüfungen aufführen, damit dieselben Schritte nicht wiederholt werden.

Vollständige Passwörter oder private Schlüssel gehören nicht in Supportanfragen. Ist kein Login im Kundenportal möglich, lässt sich das Konto- und Zugriffsproblem per E-Mail an support@amdssh.com beschreiben.

Die Verbindung über die Details der jeweiligen Maschine starten

Adresse, Benutzername und initiales Passwort prüfen und je nach Betriebssystem SSH oder RDP verwenden. Bei Verbindungsproblemen die Fehlermeldung sichern und über das Kundenportal eine Supportanfrage einreichen.