Geeignete Workloads

Dedicated Server für vier Workload-Typen

32 Kerne, 64 Threads und ECC-RAM exklusiv für einen Kunden.

Ressourcen nach Einsatzbereich planen

Alle vier Workload-Typen laufen auf derselben AMD EPYC 7543P-Hardware. Unterschiede gibt es bei der RAM-Zuteilung, der Speicherorganisation sowie der Verteilung von IP-Adressen und Bandbreite – nicht beim Servermodell.

Virtualisierungshost

VMs und Container mit Proxmox VE

Proxmox VE 9 installieren und VM-Datenträger auf einem ZFS-Mirror betreiben. Nach zusätzlicher IPv4-Bestellung kann diese VMs mit Bedarf an einer eigenen IP-Adresse zugewiesen werden.

Zuerst RAM für Host-Dienste und den ZFS-Cache reservieren, dann die übrigen Ressourcen auf KVM-VMs oder Container verteilen. CPU-Kontingente anhand der gleichzeitig laufenden Aufgaben planen, nicht einfach die angegebenen virtuellen Kerne aller VMs addieren.

Die beiden serienmäßigen NVMe-SSDs lassen sich bei der Installation als Mirror konfigurieren. Ein Mirror schützt vor dem Ausfall eines Laufwerks, ersetzt aber kein externes Backup. VM-Vorlagen, Konfigurationsdateien und Geschäftsdaten gehören in jeweils passende Wiederherstellungspläne.

Planungsschwerpunkt: Host-Reserven und VM-Isolierung
Datenbanken und Middleware

Primärdatenbank und Dienste auf einem Server

PostgreSQL- oder MySQL-Primärdatenbanken auf NVMe betreiben; Redis und Message Queues können auf demselben Server laufen. Die 256-GB-Ausführung bietet mehr Spielraum für den Cache.

Das RAM-Budget muss Datenbank-Cache, Verbindungsprozesse, Betriebssystem-Cache und Middleware abdecken. Nicht den gesamten Speicher dem Buffer Pool zuweisen und den Bedarf nicht allein anhand der Datenbankdateien bemessen.

Wenn Primärdatenbank, Logs und Queues dasselbe physische Laufwerk nutzen, sollten sich überschneidende Schreibspitzen beobachtet werden. Eine direkte NVMe-Anbindung schließt I/O-Konkurrenz zwischen Workloads nicht aus. Kritische Aufgaben benötigen Kontingente, Monitoring und geprüfte Backup-Wiederherstellung.

Planungsschwerpunkt: Cache-Budget und Schreibspitzen
Internationale Websites und APIs

Website-Einstieg und Anwendung zentral hosten

Eine eigene IPv4-Adresse für Websites und APIs nutzen. Je nach ausgehendem Datenverkehr stehen 250 Mbps, 1 Gbps oder 2 Gbps zur Wahl – alle drei Tarife ohne Traffic-Limit.

Der Serverstandort für die Bereitstellung ist Tokio, Japan. Das tatsächliche Zugriffserlebnis hängt auch vom Netzwerk der Besucher, dem internationalen Routing, der Größe der Seitenressourcen und der Reaktionszeit der Anwendung ab. Der Standort allein garantiert keine einheitliche Latenz für alle Zugriffsquellen.

Ressourcen für mehrere Websites lassen sich nach Prozessen, Containern oder VMs aufteilen. Ob zusätzliche eigene IP-Adressen erforderlich sind, richtet sich nach der gewünschten Trennung und dem Netzwerkdesign – die Zahl der Websites entspricht nicht automatisch der Zahl benötigter IP-Adressen.

Planungsschwerpunkt: Spitzenlast und Zugriffsquellen
Windows-Workloads

Business-Anwendungen und Hyper-V-Host

Windows Server Datacenter für Business-Anwendungen und Hyper-V einsetzen. Die Administration erfolgt per RDP; die Systemlizenz wird monatlich mit der Serverrechnung abgerechnet.

Windows Server 2019, 2022 oder 2025 zur Auswahl; Systemsprache: Englisch, traditionelles Chinesisch oder vereinfachtes Chinesisch. Kompatibilität und Lizenzbedingungen von Anwendungen und Datenbanksoftware vor der Bereitstellung separat prüfen.

RDP ist ein Administrationszugang und beinhaltet weder Lizenzen für Business-Software noch zusätzliche Rechte zur Remote-Nutzung. Bei mehreren VMs auch die Lizenzgrenzen der Gastsysteme prüfen und Ressourcen für Verwaltung und Backups auf dem Host reservieren.

Planungsschwerpunkt: Anwendungskompatibilität und Lizenzumfang

RAM nach Working Set und Parallelität zuteilen

128 GB eignen sich als Ausgangspunkt für eine einzelne Datenbank oder einige VMs. 256 GB bieten mehr Spielraum für die Planung von über zehn VMs oder einer Datenbank mit größerem Buffer Pool. Die Angaben dienen der Orientierung und garantieren keine bestimmte Anzahl ausführbarer Instanzen.

Die VM-Dichte hängt vom dauerhaft benötigten RAM jeder Gastmaschine, den parallelen Aufgaben und dem Spitzenbedarf ab. Bei Datenbanken sind aktiver Datenbestand, Zahl der Verbindungen und Abfragemuster einzubeziehen – nicht nur der belegte Speicherplatz.

Beide Ausführungen bieten DDR4-3200-ECC-RAM sowie dieselbe CPU, dieselben serienmäßigen Laufwerke und dieselbe Standardbandbreite. Nach der Bereitstellung lässt sich der RAM im bestehenden Server nicht aufrüsten. Ein Wechsel bedeutet die Bestellung eines anderen Servers. Daher das vollständige Budget für Normal- und Spitzenlast prüfen.

Betriebsmodell nach Ressourcenbedarf wählen

Shared VPS, Dedicated Server und ein eigener Serverschrank unterscheiden sich beim Verwaltungsaufwand und bei den erforderlichen Investitionen. Die Tabelle vergleicht typische Merkmale: Eine Servermiete ist kein Managed Application Hosting, und ein exklusiver Server macht die Systemadministration nicht überflüssig.

Vergleich der Betriebsmodelle
Vergleichspunkt Shared VPS Dedicated Server Eigener Serverschrank
Exklusivität Zugewiesene virtuelle Ressourcen; auf der physischen Hardware laufen üblicherweise mehrere Kunden. Der gesamte Server ist einem Kunden zugeordnet. CPU, RAM und Laufwerke werden nicht mit anderen Kunden geteilt. Die Ressourcenzuordnung richtet sich nach eigener Hardware und deren Bereitstellung im Serverschrank.
Rechenleistung Abhängig von der Virtualisierungsplanung, den Ressourcenkontingenten und der Auslastung der gemeinsam genutzten Hardware. Die 32 Kerne werden nicht mit anderen Kunden geteilt; Workloads auf demselben Server müssen trotzdem aufeinander abgestimmt werden. Abhängig von der gekauften Hardware und der lokalen Auslastung; den Betrieb der Geräte selbst verwalten.
Bereitstellung Bereitstellung einer virtuellen Instanz nach Konfiguration und Ablauf des Anbieters. Nach der Online-Bestellung über das Control Panel bereitgestellt; Betriebssystem und Anwendungen werden selbst verwaltet. Hardware selbst beschaffen, einbauen und verkabeln sowie System und Netzwerk einrichten.
Einstiegskosten Oft mit einem kleineren Ressourcenkontingent; Kosten richten sich nach dem gewählten Tarif. Monatliche Miete ab dem Einstieg, keine Einrichtungsgebühr, keine Vertragslaufzeit. Investitionen in Hardware, Serverschrank, Netzwerk und Betreuung vor Ort einplanen.

Exklusiv sind die physischen Hardwareressourcen, nicht die Leistung der Anwendungen. Datenbanksperren, Anwendungskonfiguration, Backup-Schreibvorgänge und überbuchte VMs können weiterhin Engpässe auf demselben Server verursachen.

Netzwerk planen: Bandbreite und IP-Adressen getrennt betrachten
250 MbpsInklusive · kein Traffic-Limit
1 GbpsOptional · kein Traffic-Limit
2 GbpsOptional · kein Traffic-Limit

Zuteilung der IPv4-Adressen

Erste IP-Adresse
Host-Verwaltung und SSH-/RDP-Zugang
Weitere IP-Adressen
Nach Netzwerkplanung Anwendungen oder VMs zuweisen
Anzahl der IP-Adressen
1 inklusive, bis zu 256 insgesamt

Schematische Darstellung der Ressourcenplanung, keine Zugangsdaten. Die tatsächlichen IP-Adressen sind nach Zahlung und Bereitstellung im Control Panel einsehbar.

Bandbreite nach Spitzenlast, IP-Adressen nach Isolierungsbedarf wählen

Die Bandbreite bestimmt die verfügbare Übertragungsrate, das Datenvolumen die insgesamt übertragenen Daten. Alle drei Tarife haben kein Traffic-Limit, die Übertragungsraten sind jedoch unterschiedlich. Bei gleichzeitiger Verteilung großer Dateien, Website-Zugriffen und Backups den gesamten ausgehenden Datenverkehr einplanen.

Zunächst Anwendungsreaktionszeiten, Downloads und sonstige ausgehende Übertragungen zu Spitzenzeiten erfassen. Anschließend 250 Mbps, 1 Gbps oder 2 Gbps auswählen. Die Bandbreite ist eine Einzelauswahl; die drei Raten werden nicht addiert.

Eine eigene IPv4-Adresse ist inklusive; weitere können einzeln hinzugebucht werden, bis zu 255 zusätzliche Adressen. IP-Adressen für mehrere Websites und VMs nach Isolierungsbedarf planen. Mehrere Websites auf derselben IP erfordern außerdem eine passende Konfiguration von Anwendungseinstieg und Zertifikaten.

Mehrere IPv4-Adressen konfigurieren nicht automatisch die Netzwerke der Gastmaschinen. Die erste Adresse der Liste ist dem Host für SSH oder RDP vorbehalten. Weitere Adressen anhand der Netzwerkparameter im Betriebssystem oder in den VMs einrichten und Firewall sowie Zugriffsrechte prüfen.

Datenschutz und Backups vor der Bereitstellung planen

Zwei serienmäßige 1-TB-NVMe-Laufwerke sind jeweils direkt angebunden; ein Hardware-RAID ist nicht vorhanden. Zusammen beträgt die Nennkapazität 2 TB, sie bilden jedoch nicht automatisch ein RAID 1. Dateisystem, Systembelegung und Redundanz beeinflussen den verfügbaren Speicherplatz.

Für Datenbanken und VM-Workloads empfiehlt sich zunächst ein Software-RAID oder ZFS-Mirror und anschließend ein externes Backup. Ein Mirror bietet Redundanz auf Laufwerksebene, schützt aber nicht vor versehentlichem Löschen, beschädigten Schreibvorgängen durch Anwendungen oder Schäden an allen Daten auf demselben Server.

Vor dem Go-live drei Punkte prüfen

  • Speicherlayout:Klären, ob die Laufwerke separat oder als Mirror genutzt werden, und Speicherorte für Daten-Volumes, Logs und Backups festlegen.
  • Wiederherstellungsquelle:Backups nicht ausschließlich auf demselben Server speichern. Datenbank-Backups müssen zur gewählten Wiederherstellungsmethode passen.
  • Wiederherstellung testen:Prüfen, ob Backups lesbar sind, sich Konfigurationen wiederherstellen lassen und Anwendungen starten – nicht nur, ob ein Auftrag abgeschlossen wurde.

Hardware und Netzwerk werden von AMDSSH verwaltet; Systemkonfiguration, Geschäftsdaten und Backups liegen in der eigenen Verantwortung.

Server passend zum Workload konfigurieren

Zuerst die RAM-Ausführung wählen, dann Laufwerke, Bandbreite, IPv4-Adressen und Betriebssystem festlegen. Monatspreise beider Ausführungen und Optionen stehen auf der Preisseite; der vollständige Preis und der fällige Betrag für den jeweiligen Abrechnungszeitraum sind auf der Konfigurationsseite ersichtlich.

Abrechnung in US-Dollar; die verfügbaren Zahlungsmethoden sind auf der Konfigurationsseite aufgeführt. Der aktuelle Verfügbarkeitsstatus wird im Control Panel angezeigt.